Standorte sichern – Beschäftigung erhalten – Sozialstaat stärken

25.09.2025 | Im Bürgerhaus Finthen haben rund 80 Delegierte der IG Metall Mainz-Wiesbaden eine Resolution verabschiedet, die ein klares Signal für die Zukunft der Region setzt. Angesichts zunehmender Tarifflucht, drohender Insolvenzen und geplanter Betriebsschließungen in der Region fordern die Delegierten eine aktive Industriepolitik, die Beschäftigung sichert und soziale Sicherheit stärkt.

Die Regionen Mainz, Wiesbaden, Worms, Limburg, Alzey, Aarbergen und Taunusstein sind von tiefgreifenden Veränderungen betroffen. In mehreren Betrieben kommt es aktuell zu harten Auseinandersetzungen. Die IG Metall macht deutlich: Dem wird sie nicht tatenlos zusehen.

„Wer Tarifbindung aufkündigt oder Betriebe einfach schließt, zerstört nicht nur Arbeitsplätze, sondern ganze Zukunftsperspektiven. Wir brauchen eine Region der fairen Arbeit – mit sicheren Einkommen, guten Arbeitsbedingungen und einer starken Tarifbindung. Dafür stehen wir als IG Metall“, erklärt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Mainz-Wiesbaden, Javier Pato Otero. 

Die verabschiedete Resolution betont fünf zentrale Punkte:

• Transformation aktiv gestalten und Investitionen sichern

• Tarifflucht bekämpfen und Tarifbindung stärken

• Betriebe erhalten und Insolvenzen verhindern

• Beschäftigung sichern durch Weiterbildung und neue Technologien

• Organisationsstärke aufbauen durch Beteiligung und Mitgliedergewinnung

„Die Haltung und Entschlossenheit der Beschäftigten, Betriebsräte, Vertrauensleute, JAV und SBV sind der Schlüssel, um Arbeitgebern auf Augenhöhe zu begegnen. Durchsetzungsstärke gibt es nur mit Organisationsstärke – deshalb stellen wir die Beteiligung und Mitgliedergewinnung in den Mittelpunkt“, ergänzt der 2. Bevollmächtigte und Betriebsratsvorsitzende Dirk Schneider.

Mit der Resolution sendet die IG Metall Mainz-Wiesbaden ein starkes Signal: Die Zukunft der Industrie in der Region darf nicht dem Zufall überlassen werden – sie muss politisch gestaltet und sozial abgesichert werden.

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